WARUM MUSS NICHT JEDER KINDLICHE PLATTFUSS OPERIERT WERDEN?

Bei Kleinkindern werden die wachsenden Knorpelanlagen in den Fußgelenken durch ein dickes Fettpolster an den Sohlen geschützt. Dadurch ist der kindliche Fuß zunächst ein Plattfuß. Das fällt besonders auf, wenn die Kinder laufen lernen.
Dann kippt der Rückfuß in X-Stellung, damit sie auf den in diesem Lebensalter üblichen O-Beinen besser stehen können.

Später ändert sich die Beinstellung noch einmal. Aus O-Beinen werden vorübergehend X-Beine. Auch während dieser Zeit kann es zu einer überschießenden Anpassung bei der Fußwölbung kommen. Ein kindlicher Plattfuß kann deshalb über längere Zeit Teil der normalen körperlichen Entwicklung sein und hat keinen Krankheitswert.

Allerdings hat ein Fünftel der Kinder, die mit drei Jahren Plattfüße hatten, auch in der Pubertät noch Plattfüße, wenn zwischen dem achten und dem zwölften Lebensjahr nichts dagegen getan wird.